Abbiegeassistenzsystem im Linienbus besteht Praxistest

© Foto: WBO

Um aufzuzeigen, wie die neuesten Abbiegeassistenssysteme funktionieren, hat der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) Verkehrsminister Winfried Hermann zum Praxistest nach Remseck eingeladen.


Datum:
21.09.2020
Autor:
Theresa Siedler
Lesezeit: 
3 min

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Das Land Baden-Württemberg setzt sich für einen ökologischen und sicheren ÖPNV ein. Die privaten Busunternehmen tragen ihren Teil dazu bei. Ein Beispiel ist das Busunternehmen Knisel aus Stuttgart. In dessen Fuhrpark finden sich unter anderem Mild-Hybrid-Linienbusse der Daimlertochter Evobus – ausgestattet mit den neuesten Abbiegeassistenzsystemen. „Die privaten baden-württembergischen Busunternehmen werden ihrer Verantwortung für einen sicheren und ökologischen ÖPNV gerecht“, betonte WBO-Geschäftsführer Witgar Weber, „das wollen wir aufzeigen.“

Busunternehmer Matthias Knisel ist stolz auf seine neuen mild-hybriden Citaro-Linienbusse mit umfangreicher Sonderausstattung, aus welcher das Abbiege- Assistenzsystem hervorsticht. Was der Praxistest mit der ADFC-Landesvorsitzenden Gudrun Zühkle als Testradfahrerin auch bewies, schreibt der WBO in einer Pressemitteilung. Verkehrsminister Winfried Hermann zeigte sich zufrieden: „Das Land Baden-Württemberg wird seiner Rolle als Vorreiter eines modernen ÖPNV gerecht. Die Busförderung, die wir auf 25 Millionen Euro aufgestockt haben, trägt Früchte, wie das heutige Beispiel zeigt.“ Die Knisel-Busse haben von der Busförderung 2019 des Landes sowie der Bundesförderung 2020 für den Abbiegeassistenten profitiert. Damit der ÖPNV in Baden-Württemberg flächendeckend weiterentwickelt und modernisiert werden kann, hat das Verkehrsministerium die ÖPNV-Zukunftskommission ins Leben gerufen. „Wir wollen den ÖPNV bis 2030 ausbauen und neu denken“, so Minister Hermann. „Ziel ist eine neue Mobilitätskultur.“

Das anschließende Fachgespräch im Remsecker Rathaus beleuchtete, welche Rolle Linienbusse bei der Verkehrswende spielen werden. Zentrales Thema war hierbei die Finanzierung emissionsfreier Antriebe, bei der eine Kostenexplosion befürchtet wird, da durch EU-Vorgaben neu zu beschaffender Fahrzeuge ab August 2021 eine verbindliche Quote vorgeschrieben sein wird. Minister Hermann ist überzeugt: „Aufgrund des Klimawandels führt kein Weg an emissionsfreien Antrieben vorbei. Deren Wirtschaftlichkeit wird früher erreicht sein, als wir uns heute vorstellen können.“ Bis dahin sei jedoch staatliche Förderung unerlässlich.

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