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Berlin: BVG wird Angebot im Busverkehr einschränken

Pandemieentwicklung und die angespannte Arbeitsmarktlage machten auch vor Verkehrsbetrieben nicht halt, erklärte die BVG
© Foto: iStock/TkKurikawa

In Berlin wird das Angebot im Buslinienverkehr reduziert, Grund ist fehlendes Fahrpersonal, weshalb die BVG ihre Suche nach Busfahrern noch einmal intensivieren will.


Datum:
16.08.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit: 
4 min
1 Kommentare

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Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) werden das Angebot im Busverkehr nach den Sommerferien vorübergehend  einschränken. Dies betreffe rund drei Prozent der wöchentlichen Fahrleistung, womit die Anpassung im bereits angekündigten Rahmen liege, teilte das Verkehrsunternehmen mit. Straßenbahnen und U-Bahnen der BVG sind nicht betroffen und fahren nach den regulären Fahrplänen.

Man habe vor allem Linien ausgewählt, bei denen es ein Parallelangebot gebe, also wo beispielsweise eine Expresslinie und eine „normale“ Linie auf dem gleichen Abschnitt verkehren. Alle Haltestellen und alle Abschnitte des Netzes würden weiter bedient, so die BVG, die betont, dass 97 Prozent des Busverkehrs unverändert stattfinden. Auf den betroffenen Linien würden zudem größtmögliche Busse eingesetzt.

BVG spricht von angespannter Arbeitsmarktlage

Die bereits vor eineinhalb Wochen angekündigten Fahrplananpassungen sind laut BVG notwendig, um im gesamten Berliner Busnetz auch weiterhin einen zuverlässigen Verkehr gewährleisten zu können. „Denn leider machen die aktuelle Pandemieentwicklung und die allgemein angespannte Arbeitsmarktlage auch vor den Verkehrsbetrieben nicht halt“, so die BVG. Man habe aber bereits gegengesteuert und werde die Maßnahmen zum Gewinnen neuer Beschäftigter für den Fahrdienst weiter intensivieren. Eine Rückkehr zum normalen Fahrplan soll laut BVG „so bald wie möglich erfolgen“.

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KOMMENTARE


Marc

20.08.2022 - 15:22 Uhr

Unter anderem besteht diese Problematik -übrigens überall- weil Busfahrer, die dort gerne arbeiten würden, keinen bezahlbahren Wohnraum finden. Die Crux an der ganzen Sache, z.B. in Hamburg: Ich bewarb mich dort als Busfahrer, fand aber keinen bezahlbaren Wohnraum. Die Hochbahn, Betreiber der Busse, hat Dienstwohnungen, auf die man sich bewerben kann, es gab auch genug freie... aber erst, nachdem man dort mind. 1 Tag gearbeitet hat. Macht keinen Sinn: Erst arbeiten ohne Wohnraum, ohne Wohnraum aber keine Arbeit. Erinnert -überall in der BRD- sehr an den Passierschein A38 aus Asterix und Obelix. Ich bewarb mich woanders und in der Ortschaft und Umgebung wurden 90% des Wohnraums für Flüchtlinge freigehalten. Die Menschen wollen arbeiten, auch dort, wo ganz laut geworben wird, aber sie brauchen eben auch die Möglichkeit wohnortnah wohnen zu können, denn pendeln kommt bei den Spritpreisen nicht mehr in Frage.


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