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Deutschlandticket: Landkreise fordern Unterstützung

13.12.2023 09:03 Uhr | Lesezeit: 3 min
Flexibilität statt Komfort im ÖPNV
Der Deutsche Landkreistag fordert die Bundesländer auf, beim Deutschlandticket für Rechtssicherheit zu sorgen
© Foto: GettyImages/simonkr

Im Landkreis Stendal wird das Deutschlandticket ab Januar 2024 in Bussen nicht mehr anerkannt, auch andere Landkreise kritisieren die ungeklärten Fragen bei der Finanzierung.

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Nach dem Aus für das Deutschlandticket in Bussen im Landkreis Stendal fordern weitere Landkreise finanzielle Unterstützung. Ohne eine abschließende Einigung zur Deckung der weiterhin bestehenden Finanzierungslücke dürfte eine flächendeckende Anwendung des Deutschlandtickets dauerhaft in Frage stehen, teilte der Altmarkkreis Salzwedel auf Anfrage mit. Es bestehe weiterhin die Forderung an Bund und Länder, dass sie die Mindereinnahmen infolge der Einführung des Deutschlandtickets dauerhaft und in voller Höhe ausgleichen.

Mit Blick auf den Rückzug des Landkreises Stendal sprach das Infrastrukturministerium Sachsen-Anhalt allerdings von einem Einzelfall. Man erwarte aktuell nicht, dass weitere Landkreise eine solche Entscheidung treffen, teilte ein Sprecher am Dienstag, 12. Dezember, mit.

Der Kreistag des Landkreis Stendal hatte am vergangenen Donnerstag einen Beschluss zur Anerkennung des Deutschlandtickets im Landkreis nicht genehmigt. Damit gilt das Ticket in den Bussen des Landkreises ab dem 1. Januar nicht mehr. Der Landkreis hatte für die ersten vier Monate des Jahres mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 40.000 Euro gerechnet. Angebote auf der Schiene sind davon nicht betroffen.

Der Deutsche Landkreistag hat die Bundesländer aufgefordert, beim Deutschlandticket für Rechtssicherheit zu sorgen. „Wir halten den Kreistagsbeschluss für konsequent“, sagte Landkreistag-Präsident Reinhard Sager. „Die Länder müssen die Landkreise und Städte zur Anwendung des Deutschlandtickets verpflichten und damit auch die Finanzierungsverantwortung übernehmen.“ Wenn die Finanzierungslasten weiter auf die kommunale Ebene abgewälzt würden, dann müssten die Kommunen das Ticket entweder einstellen oder das ÖPNV-Angebot reduzieren.

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