CMT: Wander- und Fahrradtourismus liegen im Trend

23.01.2026 14:03 Uhr | Lesezeit: 3 min
Zwei Wanderer im grenzüberschreitendes Wegenetz, das Bayerwald und Böhmerwald verbindet
Wanderreisen - hier im Bayerischen wald und dem Böhmerwald - werden wie Radreisen weiterhin stark nachgefragt
© Foto: obx-news/Tourismusverband Ostbayern/Frank Heuer

Im Rahmen der CMT fand auch die Messe Fahrrad- & WanderReisen 2026 statt, die Nachfrage bei diesen Segmenten ist laut der Branche unverändert hoch.

Radurlaub sei keineswegs ein Randthema, sagte Kathleen Lumma, Geschäftsführerin des ADFC Landesverbands Baden-Württemberg im Rahmen der Reisemesse CMT in Stuttgart. „Etwa die Hälfte der deutschen Wohnbevölkerung unternahm 2025 Radreisen, Tagesausflüge oder nutzte im Urlaub das Fahrrad“, sagte Lumma, die erste Trends und Tendenzen der ADFC-Radreiseanalyse vorstellte. Dabei betonte sie, dass neben Verkehrssicherheit, gut befahrbaren und ausgeschilderten Routen, fahrradfreundlichen Unterkünfte und Gastronomie auch eine unkomplizierte Anreise wichtig ist, damit sich Radreisende wohlfühlen. Ungebrochen sei zudem laut Lumma die Nachfrage nach E-Bikes. Laut der ADFC-Rad-Analyse nutzen 44,7 Prozent der Befragten im Urlaub ein Elektrorad. Ähnliches berichtete Claus Fleischer, CEO von Bosch eBike Systems.

Weitwanderwege stark nachgefragt

Auch die Angebote rund ums Wandern und Wanderreisen punkteten laut der CMT beim Publikum. „Wir hatten drei starke Tage hier auf der Messe. Besonders die Weitwanderwege wurden nachgefragt – beispielsweise der Albsteig, der einmal quer über die schwäbische Alb führt. Aber auch die vielseitigen Radwege kamen beim Publikum sehr gut an”, berichtete etwa Heiko Zeeb, Schwäbische Alb Tourismus, Bereich Wandern. Der Deutsche Wanderverband (DWV) überreichte auf der Messe die Urkunden für die „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ in der Kategorie lang und kurz sowie für „Qualitätsregionen Wanderbares Deutschland“.

Auszeichnung für den Murgtalpfad

Insgesamt vergab der Deutsche Wanderverband im Rahmen der Messe 56 Urkunden. Dazu zählen 26 lange und 24 kurze „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“, drei Qualitätsregionen sowie drei sogenannte „Leading Quality Trails – Best of Europe“. Als Qualitätsregionen ausgezeichnet werden der Frankenwald in Bayern, das Räuberland im Spessart in Bayern sowie die Region Eislek in Luxemburg. Zu den prämierten „Leading Quality Trails“ gehören der Escapardenne Eislek Trail und der Escapardenne Lee Trail in Luxemburg sowie der grenzüberschreitende Lechweg in Österreich und Deutschland. Erstmalig ausgezeichnet wurde der Murgtalpfad im südlichen Schwarzwald. Der 27 Kilometer lange Weg führt von der Quelle der Murg auf rund .000 Metern Höhe bis zur Mündung in den Rhein und verbindet stille Wälder des Hotzenwaldes mit kulturhistorischen Spuren entlang alter Saum- und Karrenwege.

Qualitätswege Wanderbares Deutschland

Die „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ erfüllen bundesweit einheitliche Kriterien. Sie stehen für gut markierte, naturnahe Wegeführungen, abwechslungsreiche Landschaften und eine regelmäßige Kontrolle der Infrastruktur. „Qualitätsregionen Wanderbares Deutschland“ gehen sogar einen Schritt weiter. Sie bündeln laut DWV mehrere hochwertige Wege, wanderfreundliche Gastgeber und eine „konsequente Ausrichtung der Region auf nachhaltigen Wandertourismus“.

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