Tag des Bustourismus: Busfreundliche Destinationen 2026 ausgezeichnet

22.01.2026 11:35 Uhr | Lesezeit: 3 min
Busfreundliche_Destinationen_2026
Die Vertreterinnen und Vertreter der zehn ausgezeichneten Destinationen zusammen mit WBO-Vizepräsidentin Carolin Grötzinger (hinten, 2. v. l.) und dem gbk-Vorsitzenden Hermann Meyering (r.)
© Foto: WBO

Auf dem 45. Tag des Bustourismus haben der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) und die Gütegemeinschaft Buskomfort (gbk) zum zweiten Mal busfreundliche Destinationen in Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Mit der Auszeichnung würdigen die beiden Verbände Städte, Regionen sowie Unternehmen der Freizeit- und Tourismusbranche, die den Bustourismus fördern. Der Tag des Bustourismus fand am Dienstag, 20. Januar, im Rahmen der Reisemesse CMT in Stuttgart statt und stand unter dem Motto „Transformationsprozesse in der Bustouristik“. Insgesamt wurden zehn Auszeichnungen vergeben – an sechs Städte, zwei Freizeitparks sowie die Landesgartenschau Ellwangen und die Insel Mainau. Die ausgezeichneten Städte sind Bad Wimpfen, Eppingen, Göppingen, Tettnang, Wertheim und Ulm – die ausgezeichneten Freizeitparks der Europa-Park in Rust und der Erlebnispark Tripsdrill in Cleebronn. Während Bad Wimpfen, Göppingen und Wertheim sowie der Europa-Park und der Freizeitpark Tripsdrill zum wiederholten Mal ausgezeichnet wurden, haben Eppingen, Tettnang und Ulm sowie die Insel Mainau und die Landesgartenschau Ellwangen erstmals die Auszeichnung erhalten.

Bustourismus bewusst in Planungen einbeziehen

Die ausgezeichneten Destinationen heben sich in den Bereichen „Willkommenskultur und Infrastruktur, Servicequalität und Kundenorientierung, Innovation und Zukunftsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sowie Kundenzufriedenheit und Feedbackkultur“ besonders hervor, so WBO und gbk. Dies alles seien Kriterien, die für die Busunternehmen eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Reiseziele spielen. „Mit der Auszeichnung möchten wir Städte, Regionen und touristische Destinationen hervorheben und würdigen, die den Bustourismus bewusst in ihre Planungen einbeziehen, ihre Infrastruktur und Serviceangebote darauf ausrichten oder mit innovativen Ideen neue Impulse setzen“, sagte WBO-Vizepräsidentin Carolin Grötzinger.

Leuchtturmbeispiele sollen als Vorbild dienen

Auch für den gbk-Vorsitzenden Hermann Meyering beginnt Busfreundlichkeit im Alltag: „Wichtig sind etwa gut anfahrbare, zentral gelegene oder an den ÖPNV angebundene Busparkplätze sowie ansprechende Aufenthalts- und Sanitärräume für Fahrerinnen und Fahrer. Wir möchten Destinationen auszeichnen, die Busreisenden, Fahrpersonal und allen Beteiligten einen komfortablen, nachhaltigen und gut organisierten Service bieten.“ Carolin Grötzinger ergänzte: „Unsere Hoffnung ist, dass solche Leuchtturmbeispiele zahlreiche Nachahmer finden und als Vorbild sowie als Impulsgeber für Destinationen dienen, die das Potenzial des Bustourismus als Wirtschaftsfaktor bislang unterschätzt haben.“

Busparkplätze und spezielle Gruppenangebote

In Göppingen sind es beispielsweise die kostenlosen Parkplätzen für Busgruppen, spezielle Gruppenpreisen sowie der Fokus auf Bustourismus als nachhaltigem Verkehrsmittel, eine stetige Weiterentwicklung der Busgruppenangebote und die Integration von Kooperationspartnern aus Gastronomie, Hotellerie und weiterer Ausflugsziele, die positiv bewertet wurden. Die Landesgartenschau Ellwangen punktet mit kostenfreien Busparkplätzen beim Eingang und einem Begrüßungsteam, das Busgruppen bereits an der Autobahnausfahrt in Empfang nimmt und betreut. In Ulm gibt es elf kostenfreie Busparkplätzen in der Innenstadt in Münsternähe sowie 30 kostenfreie Busparkplätze außerhalb. Dazu kommen noch ein besonderer Service in der Weihnachtszeit, der Busfahrern eine Lounge mit Aufenthaltsräumen, kostenlosem Wlan, Getränken, Straßenbahnticket und Verzehrgutscheinen für den Weihnachtsmarkt umfasst.

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