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Touristik: „Politik hat ihre Aufgaben nicht erfüllt“

Der asr will, dass auch die Urlaubsreisenden in die Liste der priorisierten Gruppen aufgenommen werden
© Foto: Lino Mirgeler/picture alliance/dpa

Die Allianz selbständiger Reiseunternehmen übt deutliche Kritik an der Politik, im Fokus stehen die Pläne zur Priorisierung bei den PCR-Tests.


Datum:
28.01.2022
Autor:
Thomas Burgert
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„Die Politik hat ihre Aufgaben nicht erfüllt“, lautet das Fazit der Allianz selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband (asr) nach der Ministerpräsidentenkonferenz Anfang dieser Woche. Es sei den politisch Verantwortlichen „nach zwei Jahren der Pandemie nicht gelungen, ausreichende PCR-Testkapazitäten verfügbar zu machen“, kritisiert der asr.

Aufgrund dieses Mangels wurde beim Bund-Länder-Treffen entschieden, welche Bevölkerungsgruppen in der Zukunft bei der Vergabe von PCR-Tests priorisiert werden sollen, wobei man sich auf Ältere, Vorerkrankte und das Personal im Gesundheitswesen geeinigt hat. Im Nachgang haben Schulen, Kitas, Pflege-Verbände und viele andere Organisationen ebenfalls eine Einbeziehung in die Priorisierung gefordert.

Der asr fordert, dass auch die Urlaubsreisenden in die Liste der priorisierten gesellschaftlichen Gruppen aufgenommen werden sollen. „Der Urlauber hat seine Reise im Vertrauen darauf gebucht, dass er den für die Einreise benötigten negativen PCR-Test rechtzeitig vor Reisebeginn buchen kann und das Ergebnis fristgerecht vorliegen hat“, betonte asr-Vizepräsidentin Anke Budde. Dies sei Teil der Urlaubsentscheidung gewesen.

Es drohe die Stornierung von Urlaubsreisen

Würden Urlauber nicht zu den priorisierten gesellschaftlichen Gruppen gehören, bestehe die Gefahr, dass „PCR-Tests für Urlaubsreisen nur noch teuer in privaten Laboren erfolgen können. Damit entstehen je nach Dringlichkeit hohe zusätzliche Kosten, was sich gerade bei Familien massiv auf das Urlaubsbudget auswirkt“, kritisiert auch Winfried Schulze, der im asr-Präsidium für die Reiseveranstalter und -büros zuständig ist. Alternativ bleibe nur die kurzfristige Stornierung der Urlaubsreise, wobei sich dann die Frage stelle, wer die Kosten dafür trägt.

Dem asr zufolge gebe es bereits Anfragen von Kunden für die Finanzierung der privaten PCR-Tests durch die Reisebüros und -veranstalter. „Die ohnehin schon schwer gebeutelte Tourismusbranche braucht Maßnahmen, die ihre Wirtschaftlichkeit stärkt und nicht weiter schwächt“, forderte Anke Budde. „Die Unsicherheit über mögliche finanzielle Belastungen darf nicht dazu führen, dass sie Kunden vom Buchen abhält. Unsere Branche benötigt dringend einen Aufschwung, und ein wichtiger Faktor hierfür ist die Planungssicherheit für Urlauber.“

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