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9-Euro-Ticket: Bundesweit über 21 Millionen Tickets verkauft

Ein großer Teil der 9-Euro-Tickets wurden über digitale Kanäle verkauft, wie hier bei der MVG
© Foto: MVG

In einer ersten Zwischenbilanz haben der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen und die Deutsche Bahn ein Fazit beim 9-Euro-Ticket gezogen, gelichzeitig erinnert VDV-Präsident Wortmann an das Thema ÖPNV-Finanzierung.


Datum:
01.07.2022
Autor:
Thomas Burgert
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Insgesamt wurden seit dem Verkaufsstart Ende Mai bundesweit rund 21 Millionen 9-Euro-Tickets verkauft, teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mit. Dazu kommen etwa zehn Millionen Abonnenten, die das vergünstigte Ticket automatisch erhalten, so dass man auf rund 30 Millionen Tickets kommt, die im ersten Monat der Gültigkeitsdauer erreicht worden sind.  

„Wir lagen mit unserer Prognose von monatlich 30 Millionen Tickets nahe an dem, was wir jetzt sehen“, sagte VDV-Präsident Ingo Wortmann. „Die Nachfrage in der Bevölkerung ist seit Verkaufsbeginn ungebrochen hoch und auch die Zufriedenheitswerte bei der Nutzung des Tickets bleiben auf konstant hohem Niveau. Zudem zeigt sich inzwischen in der Marktforschung, dass die Mehrheit unserer Kundinnen und Kunden das 9-Euro-Ticket nicht für Ausflugs- oder Urlaubsfahrten nutzt, sondern im Alltag. Damit tritt bei diesen Fahrgästen auch die von der Bundesregierung erhoffte Entlastungswirkung bei den alltäglichen Mobilitätskosten ein.“

Laut den Zahlen des VDV nutzen 53 Prozent der Fahrgäste das 9-Euro-Ticket inzwischen für alltägliche Fahrten. Diese Angaben beruhen auf einer bundesweiten Marktforschung mit 6000 Interviews pro Woche, die der VDV und die Deutsche Bahn gemeinsam im Auftrag von Bund und Ländern koordinieren. Auf die Frage „Wofür haben Sie Ihr 9-Euro-Ticket im Juni bereits genutzt bzw. wofür werden Sie es voraussichtlich in diesem Monat nutzen?“ antworteten 53 Prozent der Ticketnutzer mit „alltägliche Fahrten“, 39 Prozent fahren damit zur Arbeit, zur Ausbildungsstätte oder zur Schule. Dazu kommen 33 Prozent, die das Ticket für Ausflugsfahrten nutzen und 14 Prozent fahren damit in den Urlaub/Kurzurlaub (bei den Antworten waren Mehrfachnennungen möglich). Nach den Feiertagen wie Pfingsten oder Fronleichnam und mit zunehmender Nutzungsdauer werde das Angebot inzwischen also überwiegend für Alltagsfahrten und Arbeitswege genutzt, so der VDV.

DB verzeichnet deutlichen Fahrgastzuwachs

Auch die Deutsche Bahn hat nach einem Monat eine positive Zwischenbilanz gezogen. Bundesweit hat die DB seit dem Verkaufsstart mehr als zehn Millionen 9-Euro-Tickets verkauft. 52 Prozent davon wurden über die App DB-Navigator sowie über Bahn.de gekauft.

Zudem habe man im ersten Monat des 9-Euro-Tickets einen deutlichen Zuwachs an Fahrgästen verzeichnen können. Die Nahverkehrszüge der DB Regio waren im Juni durchschnittlich um zehn bis 15 Prozent stärker frequentiert als vor Beginn der Corona-Pandemie. Die Nachfrage variiere im Regionalverkehr je nach Region, Wochentag und Tageszeit allerdings, erklärte die DB.

Trotz dieser Ergebnisse müsse allen Beteiligten klar sein, dass „die Branche über den 31. August hinaus Finanzierungssicherheit braucht“, betonte VDV-Präsident Ingo Wortmann, der warnte: „Die Kosten der Verkehrsunternehmen explodieren durch die steigenden Strom- und Dieselpreise. Wenn hier keine Lösungen gefunden werden, dann reden wir entweder über notwendige deutliche Preissteigerungen oder über Angebotseinschränkungen im ÖPNV.“

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