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Elektrobusförderung: VDV bezeichnet Ziele des Bundes als „unterambitioniert“

Die aktuelle Förderung müsse man vor dem Hintergrund von derzeit rund 5000 beantragten E-Bussen sehen, betonte der VDV
© Foto: Daimler

Das Förderbus des Bundes zur Beschaffung von Bussen mit alternativen Antrieben wird vom VDV grundsätzlich positiv gesehen, doch seien die Ziele zu wenig ambitioniert, kritisiert der Branchenverband.


Datum:
12.04.2022
Autor:
Thomas Burgert
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Die angekündigten Förderbescheide für die Beschaffung von insgesamt 1700 E-Bussen bei verschiedenen Verkehrsunternehmen in Deutschland hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mit einer gemischten Bewertung aufgenommen. Man teile die Einschätzung des Bundesverkehrsministers, dass „klimafreundliche Antriebe dazu beitragen, den CO2-Ausstoß, den Schadstoffausstoß und den Lärm im öffentlichen Verkehr nochmals zu reduzieren – und damit die Lebensqualität in den Kommunen zu erhöhen“, sagte VDV-Vizepräsident Werner Overkamp.

„Gleichwohl muss man diese Zahl vor dem Hintergrund von derzeit rund 5000 beantragten E-Bussen sehen und auch mit Blick auf die geplanten Haushaltskürzungen genau in diesem Bereich“, sagte Overkamp. „Wenn sich hier nichts ändert, werden viele, vor allem mittlere und kleine Verkehrsunternehmen, von der Bestellung von E-Bussen absehen müssen. Das passt nicht zum Koalitionsvertrag.“

„Jetzt für 2025 zusätzliche Mittel anzukündigen, ist einfach zu spät“

Overkamp lobte das Förderprogramm als ein im Grundsatz „effektives Werkzeug“ für die konkrete Verkehrswende vor Ort. So sei es gut, dass man „im zweiten Quartal einen zweiten Förderaufruf erwarten“ könne. „Wir können jedoch nicht nachvollziehen, warum nicht alle Mittel und die zusätzliche Aufstockung um die europarechtlich gestatteten zehn Prozent umgehend angegangen werden, um die Klimaschutzeffekte schnellstmöglich auszulösen und die Abhängigkeit von Energieimporten zu mindern. Jetzt für das Jahr 2025 zusätzliche Mittel anzukündigen, das ist einfach zu spät.“ Daher schätzt der VDV die Ziele des Bundes auch als „unterambitioniert“ ein. Bis 2030 könnten, eine entsprechende Unterstützung des Bundes vorausgesetzt, weitaus mehr klimafreundliche E-Busse auf die Straße kommen, als der Bund gegenwärtig anstrebe, so der VDV.

„Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein, EU und Bundesregierung haben für den Verkehrssektor die Ziele für 2030 nochmals verschärft. Die Transformation des ÖPNV ist ein Schlüssel für diese Ziele und dient auch der größeren Unabhängigkeit von Energieimporten durch die große Energieeffizienz der Branche. Doch es ist absehbar, dass die E-Bus-Fördersumme nicht ausreichen wird – und die Kommunen werden dieses Delta nicht schließen können“, sagte Overkamp abschließend.

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