ÖPNV: Kommunen und Busunternehmen sollen an einem Strang ziehen

20.01.2026 08:57 Uhr | Lesezeit: 3 min
LBO_Treffen_Ostbayern
Stephan Rabl (LBO-Geschäftsführer), Franz Löffler (Landrat Landkreis Cham), Carolin Lambürger-Treml (Organisatorin und Bezirksvorsitzende Niederbayern), Isabelle Brodschelm (LBO-Präsidentin) und Stefan Bruckner (Bezirksvorsitzender Oberpfalz) (v.l.n.r.)
© Foto: LBO

Bei einem Treffen ist Ostbayern machte der LBO deutlich, dass es die politischen Rahmenbedingungen vielen Betrieben immer schweren machen, ihre vertraglichen Verpflichtungen im ÖPNV und Schülerverkehr zu 100 Prozent sicherzustellen.

„Der Bus ist in Ostbayern in unverzichtbares Verkehrsmittel, um den Menschen im ländlichen Raum ein attraktives Mobilitätsangebot zu ermöglichen“, sagte Franz Löffler (CSU), Landrat im Landkreis Cham und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr beim Bayerischen Landkreistag, bei einem Treffen mit privaten Busunternehmen aus Niederbayern und der Oberpfalz bei einem Unternehmergespräch in Arnbruck. Umso wichtiger sei es, dass „die Kommunen als Aufgabenträger mit den Verkehrsunternehmen an einem Strang ziehen, um dafür die nötige Grundlage zu schaffen. Die Herausforderungen vieler Landkreise zur Finanzierung des ÖPNV sind enorm. Bund und Land müssen endlich handeln und eine zukunftsfähige Finanzierungsgrundlage auf die Beine stellen“, sagte Löffler.

Bedeutung des Busverkehrs im ländlichen Raum

Auf Initiative der Zwiesler Busunternehmerin und LBO-Bezirksvorsitzenden Carolin Lambürger-Treml haben sich rund 40 Busunternehmerinnen und -unternehmer aus Niederbayern und der Oberpfalz zu ihrem traditionellen Stockturnier in Zwiesel sowie zum anschließenden Unternehmergespräch in Arnbruck getroffen. Dort erörterte Franz Löffler (CSU) mit den Unternehmern und Verbandsvertretern die verkehrs- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen für die rund 220 mittelständischen Busbetriebe der Region. Löffler betonte in seinen einführenden Worten die enorme Bedeutung verlässlicher Mobilität für den wirtschaftlichen Erfolg gerade im ländlichen Raum.

LBO fordert mittelstandsfreundliche Verkehrsverträge

Gerade in Ostbayern, wo über 80 Prozent des gesamten Nahverkehrs von kleinen und mittelständischen Familienbetrieben bedient würden und über 120 Millionen Menschen jährlich den Bus als umweltfreundliches Verkehrsmittel nutzten, sei ein Ausbau des ÖPNV-Angebots deshalb dringend erforderlich, so Löffler. LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl erklärte, dass zur Gewährleistung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land sowie zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung Ostbayerns die verkehrspolitischen Weichen richtig gestellt werden müssten. Hierzu gehörten insbesondere eine „verlässliche und langfristige Finanzierungszusage des Freistaats an die Aufgabenträger, auskömmliche und mittelstandsfreundliche Verkehrsverträge, der Abbau von Bürokratie sowie eine Reform des Führerscheinrechts“, sagte Rabl.

Kritik an Unterfinanzierung des ÖPNV

„Angesichts einer dramatischen Unterfinanzierung des ÖPNV, damit einhergehend nicht kostendeckenden Verkehrsverträgen sowie nicht zuletzt circa 4000 fehlenden Busfahrerinnen und Busfahrern bayernweit, fällt es vielen Betrieben zunehmend schwer ihre vertraglichen Verpflichtungen im ÖPNV und Schülerverkehr zu 100 Prozent sicherzustellen“, sagte Rabl. Ein gut funktionierender öffentlicher Personennahverkehr, genauso ein verlässlicher Schülerverkehr mit Bussen sei für die Menschen elementar und unerlässlich, betonte auch Löffler.

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